Presse

Inauguration des travaux de rénovation au château de Bourscheid

Link : Gouvernement

Communiqué par le ministère de la culture du 03.10.2018

Après quelques années de travaux, les nouveaux locaux du château de Bourscheid ont pu être inaugurés
le 2 octobre 2018.

 
Inauguration 02.10.18

Inauguration 02.10.18

Inauguration 02.10.18

Les deux premiers étages du bâtiment dit "maison de Stolzembourg", qui fait partie de l'ensemble du château, ont été complètement rénovés et le bâtiment a été équipé d'une annexe hébergeant entre autres une cuisine équipée et un ascenseur. Le coût des travaux était de 3,4 millions d'euros et les nouveaux lieux seront utilisés pour l'organisation d'activités culturelles diverses, ainsi que des réceptions et banquets.

Lors de son allocution, le sécrétaire d'Etat à la Culture, Guy Arendt, a souligné l'importance du château de Bourscheid au niveau du patrimoine féodal au Luxembourg. En effet, le prestigieux château est parmi les mieux conservés au Grand-Duché: "Le château de Bourscheid a une grande importance que ce soit au niveau du patrimoine, du tourisme et de l'histoire de notre pays. Il m'importe de sauvegarder ce patrimoine, de le rénover et de le mettre en valeur afin de le rendre accessible au visiteurs. Les architectes et les responsables du Service des sites et monuments ont relevé le défi de rénover le bâtiment datant du 14e siècle, en respectant le patrimoine tout en créant les espaces et les installations nécessaires au bon fonctionnement du château et de ses nombreux visiteurs."

Renovatiounsaarbechten um Buurschter Schlass

Moderne küsst Mittelalter

Luxemburger Wort 23.10.2018 - von Armand Wagner

Burg Bourscheid zeigt sich nach umfassenden Neugestaltungsarbeiten gerüstet für öffentliche Veranstaltungen

Stellt es auch seit jeher den Kern der Anlage dar, so blieb das Stolzemburger Haus auf Bourscheid doch stets nur begrenzt für gesellschaftliche Zwecke nutzbar. Dank intensiver Arbeiten hat das Gebäude nun aber das Zeug, zur guten Stube vor Ort zu avancieren.

Hinter den Amis du Château de Bourscheid, liegen entbehrungsreiche Zeiten. Sieben Jahre lang war das Stolzemburger Haus zuletzt aufgrund umfassender Restaurations- und Ausbauarbeiten für Besucher geschlossen, was auch niicht spurlos an der Kasse der Vereinigung vorbeigegangen war.
Das Warten dürfte sich allerdings dennoch gelohnt haben, denn wie sich das Gemäuer nach seiner Frischzellenkur nun präsentiert, lasse doch mit Zuversicht in die Zukunft blicken, wie Annie Nickels-Theis als Präsidentin der Burgfreunde und als Bürgermeisterin dieser Tage anlässlich der Weidereröffnung des Stolzemburger Hauses meinte.

Burg Bourscheid
Der moderne Anbau mit Holzfassade ist durch eine Passerelle mit dem umfassend renovierten Stolzemburger Haus verbunden.

Brasserie und Festsaal mit historischem Charme

Dank einer Brasserie im Erdgeschoss und eines Festsaals im ersten Stockwerk zeigt sich das Gebäude nun nämlich für mannigfaltige kulturelle Veranstaltungen sowie Bankette und Empfänge gerüstet. Gänzlich neu ist derweil der markante Anbau mit seiner Eichenholzfassade, der künftig nicht nur angemessene Räume zur Materiallagerung, eine professionelle Küche sowie moderne Sanitäranlagen bereithält, sondern über einen Aufzug und eine harmonisch eingefügte Passerelle auch Menschen mit eingeschränkter Mobilität den Zugang zum Festsaal im Stolzemburger Haus ermöglicht.
Dass zuvor rund 18 Jahre lang geplant und diskutiert worden war, belegt dabei, wie knifflig es für die Bauherren war, die Dankmalpflege mit den Anforderungen zeitgemässer Architektur und Technik unter einen Hut zu bringen. Entstanden sei so aber zum Gesamtkostenpreis von 3,4 Millionen Euro ein moderner und nachhaltiger Gebäudekomplex an einem historischen Ort - dies mit einem vorbildlichen geothermischen Heizkonzept, Fussbodenheizung und einer gut integrierten Ventilation, wie der Staatssekretär im Kulturministerium, Guy Arendt, im Zuge der Wiedereröffnungsfeier zusammenfasste.
In seiner Ansprache hob Arendt zugleich die Bedeutung der Burg Bourscheid innerhalb des feudalen Bauerbes in Luxemburg hervor. Beriets um das Jahr 1000 war vor Ort aus einer primitiven hölzernen Befestigungsanlage 150 Meter über der Sauer eine erste feste Burg aus Stein entstanden. Die äussere Ringmauer, mit acht Türmen bewehrt,, wurde um 1384 fertiggestellt. Gleichzeitig entstand im Auftrag von Driederich III. von Brandenburg und Herr von Stolzemburg das Stolzemburger Haus mit seinem gotischen Gewölbekeller.

Burg Bourscheid
Allein ein Blick in die gemütliche Brasserie im Erdgeschoss des Stolzemburger Hauses zeigt, dass sich die Restauration glohnt hat.

Seit 1936 als nationales Monument klassiert

1936 wurde die Burg als nationales Monument klassiert und mit dem Einverständnis des damaligen Eigentümers mit staatlich finanzierten Restaurationsarbeiten begonnen. Seit 1972 gehört die Burg dem Staat. Verwaltet wwird sie von den Amis du Château de Bourscheid.
Rund 20 Jahre nach dem Wiederaufbau des verfallenen Stolzemburger hauses in den 1970er Jahren war dann die Idee für einen Anbau entstanden, aus der 2010 ein Neugestaltungskonzept erwuchs, das neben dem Stolzemburger Haus auch die Erneuerung des Accueil vor Ort umfasste. Die Eröffnung dieses Empfangsgebäudes samt Panoramaterrasse fand 2012 statt. Sechs Jahre später ist nun auch die Krönung geschafft.

Umbauarbeiten am Schloss Bourscheid sind fast abgeschlossen : "Operation am Herzen unserer Gemeinde"

Link : Tageblatt 23.10.18

"Jeder spricht vom Schloss Bourscheid, dabei ist est eigentlich eine Burg", stellt Annie Nickels-Theis, Bürgermeisterin und Präsîdentin der Schlossfreunde Bourscheid, gleich bei unserem Eintreffen klar. Wir werden ins Stolzemburger Haus, ddas Herzstück der Burg, geführt, wo Architekten, Verantwortliche von "Sites et monuments" und unzählige Handwerker am Diskutieren sind.

"Die Arbeiten sind noch nicht vollständig abgeschlossen", gibt uns Annie Nickels-Theis gleich zu verstehen. "Die offizielle Einweihung war auch eigentlich erst für Christi Himmelfahrt im nächsten Jahr geplant, doch ... wir hatten bekanntlich Wahlen, deshalb fand sie bereits vor dem 14. Oktober statt." Die Präsidentin führt uns durch die zum Leben erwachten Gemäuer und durch den neuen Anbau, die in Staatsbesitz sind.

"Egal wie, wir sind auf jeden Fall froh, dass wir so weit sind", meint Annie Nickels-Theis. Sie legt dabei die Betonung auf "so". "Die ehemalige Kulturministerin Maggy Nagel hatte uns einmal versprochen, die Arbeiten seien spätestens bis Juni 2016 fertiggestellt. Wir mussten viel Geduld haben, wenn man bedenkt, dass wir seit 2011 kein einziges Evenement mehr auf unserem Schloss organisieren durften, obschon es eine Ewigkeit dauerte, bis überhaupt mit den Arbeiten begonnen wurde. Die für uns so entstandenen finanziellen Einbussen belaufen sich auf ruind 120.000 Euro."

3,4 Millionen Euro investiert

Die Schlossfreunde (1972 gegründet) mussten bei einer Bank eine Anleihe aufnehmen, um die Löhne der drei Mitarbeiter auf dem Schloss während der Umbauarbeiten bezahlen zu können. Sie bürgten mit ihrem eigenen Namen. "Wir hatten einen Antrag auf "chômage technique" für die Zeit der Arbeiten eingereicht, doch der wurde uns nicht genehmigt."

"Ganzze 3,4 Millionen Euro wurden hier investriert", verkündete Guy Arendt, Staatssekretär im Kulturministerium, bei seiner Ansparche während der Einweihung, die vor kurzem stattgefunden hatte. Das Erdgeschoss sowie die erste Etage des Stolzemburger Hauses wurden komplett renoviert und so eingerichtet, dass hier Familien- und Firmenfast,, Konzerte, Ausstellungen usw.organisiert werden können. Im gemütlichen Ambiente des grossen Festsaals können bis zu 100 Leute Platz nehmen.

Im Anbau, der aufgrund vieler Auflagen nicht einfach zu realisieren war, wurden Sanitäranlagen, ein Aufzug und eine komplette Küche untergebracht. Der Zugang zum Haus wurde behindertengerecht gestaltet. Auch der Eingangsbereich ("billetterie") wurde in einer ersten Phase der Arbeiten neugebaut.

Es is ein Erbe, das es verdient, gepflegt zu werden

"Das Schloss ist das Herz unserer Gemeinde", so die Präsidentin der Schlossfreunde weiter. "Sowohl touristisch alls auch kulturell gesehen spielt die an sich sehr gut erhaltene Bourscheider Burg eine grosse Rolle. Es ist ein Erbe, as es verdient, gepflegt zu werden." Auf die Frage, woe es denn nun mit dem zugünftigen Programm der Schlossfreunde aussieht - man denke an die Ritterfeste, das Freilichttheater, klassische und moderne Konzerte, Ausstellungen usw. aus den Jahren vor 2011 - antwortet Annie Nickels-Theis:" Wir sind dabei, das Programm fürs kommende Jahr zusammenzustellen, und werdenn es spätestens während unserer für Maii 2019 geplante Einweihung vorstellen."

Am Ende unseres Besuches gönnen wir uns noch einen Spaziergang mit Victor Hugo durch die Burgruinen. Die Besucher erhalten nämlich beim Eintritt einen "audio-guide", anhand dessen die Geschichte der Burg erklärt wird. Erzähler sind Adolphe Pauly, früherer Bürgermeister von Vianden, und Victor Hugo, der während seines Aufenthaltes an der Our zweimal die Burg besuchte. Für Kinder gibt es dem Alter angepasste, spielerich aufgebaute Erklärungen.
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Die Herren von Bourscheid

Bertram von Bourscheid wird 1095 als Vogt der Abtei Echternach erwähnt. Er verwaltete die Burg in deren Auftrag. Es heisst von ihm, dass er ein mächtiger, doch gewalttätiger Mann war, der in einer sehr starken Burg ("munitissimum castum") wohnte und der Schwiegersohn des nicht weniger mächtigen Herrn von Esch an der Sauer, der Nachbarburg war.

Bertram, als Lehens- und Amtmann des Herrn von Luxembourg, tritt als erster Herr von Bourscheid in der geschriebenen Geschichte auf. Die Burg Bertrams erhielt den Namen des in der Nähe liegenden Dorfes Bourscheid. Der Name der Burg wird 1095 erstmals in der Geschichte erwähnt. So schnelle wie der "homo liber Bertamus" im Jahr 1095 in der Geschichte auftauchte, so verschwand er wieder im Dunkel der Zeit, nur sein "munitissimum castrum" ist in den Ruinen noch auszumachen.

Der Landesfürst übertrug die Burg einem anderen seiner Gefolgsmänner, dem 1123 erwähnten "nobilis vir" Theodorich von Bourscheid. Ihm folgte Johann von Bourscheid, der in der Zeit von 1163 bis 1195 erwähnt wird. Die Übernahme eines Lehngutes durch eine Frau (Kunkkellehen gegenüber Mannlehen) wr damals gängig, wie am Beispiel Ermesindes von Luxemburg,, Landesfürstin von 1196 bis 1247, zu ersehen ist.

Nach dem Tode Johanns von Weiler, etwa 1232, verlor Adelheid ihr Lehngut, behielt aber ihre Eigengüter, unter anderem das Patronatsrecht über die Pfarrei Bourscheid. Dieses schenkte sie 1247, kurz vor ihrem Tode, dem Kloster Bonneweg bei Luxembourg, zugleich mit dem Zehnten der Pfarrei.

Weitere Einzelheiten : Burg Bourscheid, 2009, Teil 1, S. 11-78, François Decker; René Feis

Info

Wer einen Besuch dieser historischen Ruinen oder ein Event plant, kann sich weitere Einzelheiten unter der Telefonnummer 99 05 70 oder auf www.bourscheid.lu einholen.

Roger Infalt